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ÖGB und Gewerkschaften fordern: Jetzt sollen die Reichen zahlen!

BAGS: Kollektivvertrag 2009 für den privaten Gesundheits- und Sozialbereich

Plus 3,6 Prozent, Übernahme der Internatskosten für Lehrlinge errreicht

Die Lohn- und Gehaltsverhandlungen zum BAGS-Kollektivvertrag (Berufsvereinigung von ArbeitgeberInnen für Gesundheits- und Sozialberufe) für die rund 75.000 Beschäftigten im privaten Gesundheits- und Sozialbereich konnten nach der gestrigen Verhandlungsrunde erfolgreich abgeschlossen werden.

Die Ist- und KV-Löhne bzw. Gehälter werden per 1. Jänner 2009 um 3,6 Prozent erhöht. Die IST-Zulagen werden ebenfalls um 3,6 Prozent erhöht.

Eingeloggte GPA-djp Mitglieder können den Kollektivvertrag links neben dem Text bequem downloaden und ausdrucken. (Noch-) Nicht-Mitglieder können sich per Ansichtsexemplar einen Überblick über die den Kollektivvertrag verschaffen.

Rahmenrechtliche Verbesserungen

Weiters konnten deutliche Verbesserungen des kollektivvertraglichen Rahmenrechts erreicht werden: Die Übernahme der vollen Internatskosten für Lehrlinge durch den Arbeitgeber,  Verbesserungen für die Beschäftigten, die dem Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz seit 1. September 2008 unterliegen und die Verfallsfristen werden generell auf sechs Monate für alle Ansprüche nach dem Kollektivvertrag verlängert.

Über die rahmenrechtlichen Verbesserungen freut sich vida-Bundesfachgruppensekretärin Michaela Guglberger besonders: "Speziell die Übernahme der Internatskosten ist ein wichtiger Schritt für die jungen Beschäftigten in der Branche. Somit wurde eine langjährige Forderung der Österreichischen Gewerkschaftsjugend in einer weiteren Branche erreicht."

Angleichung an die Bundestabelle beginnt

Für die Bundesländer Wien, Niederösterreich, Burgenland, Steiermark und Kärnten sowie für den Bereich der Kinderbetreuungseinrichtungen wurde bei Einführung des BAGS-Kollektivvertrages im Jahr 2004 eine "Startstruktur" für die Mindestlöhne und Mindestgrundgehälter vereinbart. Diese ermöglichte den Arbeitgebern, nicht sofort auf das Lohn- und Gehaltsniveau des Kollektivvertrages zu wechseln, um die öffentliche  und regionale Finanzierung zu erleichtern sowie unmittelbar keine Arbeitsplätze in den Trägervereinen zu gefährden.

Dazu der Verhandlungsleiter der ArbeitnehmerInnen Reinhard Bödenauer, stv. Geschäftsbereichsleiter der GPA-djp: "Mit 01.01.2009 beginnt die Angleichung an die allgemeine Bundestabelle. Dies bedeutet für viele Beschäftigte Lohn- und Gehaltserhöhungen von deutlich über vier Prozent."

Kooperation von GPA-djp und vida

Der Kollektivvertrag wurde in Kooperation von der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) und von der Gewerkschaft vida verhandelt.

Der BAGS-Kollektivvertrag ist einer der größten Kollektivverträge der GPA-djp und der vida. Er gilt für Bereiche wie z. B. Behindertenbetreuung, Altenbetreuung oder  Kinder- und Jugendwohlfahrt.  Im BAGS-Kollektivvertrag wurden Regelungen für alle Berufe im Gesundheits-, Sozial- und Jugendwohlfahrtsbereich getroffen. Dazu zählen unter anderen HeimhelferInnen, Pflegeeltern, KindergärtnerInnen, Tagesmütter, SozialarbeiterInnen, PsychologInnen, diplomierte KrankenpflegerInnen, FachsozialbetreuerInnen, FlüchtlingsbetreuerInnen, Street Worker, AltenfachbetreuerInnen, PflegehelferInnen und Lern- und FreizeitbetreuerInnen.

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